Exlibris

Exlibris, auch bekannt als Bucheignerzeichen, sind kleine grafische Kunstwerke, die dazu dienen, Bücher als Eigentum einer bestimmten Person zu kennzeichnen. Sie sind in der Regel auf Etiketten gedruckt oder als Stempel gestaltet und werden in Büchern angebracht. Die Geschichte der Exlibris reicht weit zurück, bis ins 15. Jahrhundert, als Bücher kostbare und seltene Besitztümer waren und oft in Privatbibliotheken aufbewahrt wurden. Zu dieser Zeit begannen wohlhabende Buchbesitzer, ihre Sammlungen mit individuellen grafischen Zeichen zu versehen, um ihre Bücher zu personalisieren und vor Diebstahl zu schützen.

Exlibris von Hans Schulze (1904-1982), deutscher Maler, Grafiker, Kunstpädagoge sowie Hochschullehrer(1904-1982), deutscher Maler, Grafiker, Kunstpädagoge sowie Hochschullehrer

Exlibris von Hans Michael Bungter (1896-1969), deutscher Grafiker und Maler.

Exlibris von Alphons Dürr (1828-1908), deutscher Kunstverleger, Verlagsbuchhändler und Leipziger Lokalpolitiker. Das Exlibris wurde illustriert von Lina Burger (1856-1942), einer deutschen Buchgestalterin, Illustratorin, Grafikerin und Exlibriskünstlerin.

Exlibris von J. G. Droysen (1808-1884, bedeutender deutscher Historiker und Geschichtstheoretiker).

Exlibris von Dr. Ribbeck mit dem Spruch „Res severa est verum gaudium“ (Eine ernste Sache ist ein wahres Vergnügen – Seneca). Künstler: Richard Preusse (1888 Leipzig – 1971 ebd.), deutscher Maler, Grafiker und Schriftkünstler, studierte bei Alois Kolb an der Akademie Leipzig.

Exlibris von Georg Minde-Pouet (1871-1950). Er war ein deutscher Germanist und Bibliothekar und leitete als Direktor die Dresdner Städtischen Sammlungen und die Deutsche Bücherei in Leipzig.

Exlibris von Hermann Heinrich Müller, Schwarzenberg / Erzgebirge. Künstler: Otto Paetz (1914-2006), deutscher Maler

Exlibris „Bücherei von Walter und Andrea Steinmüller“ von MEPH (Martin Erich Philipp, 1887-1978, deutscher Maler und Grafiker)

Exlibris von Otto Giese nach einem Entwurf von Gerhard Marcks (1889-1981), deutscher Bildhauer und Grafiker. Er wirkte von 1919 bis 1924 als Lehrer am Staatlichen Bauhaus in Weimar und ab 1925 als Leiter der Bildhauerklasse an der Kunstschule Burg Giebichenstein in Halle.

Exlibris von Walter Siebert-Leman für Hans Surén, 1917. 
Walter Siebert-Leman (1893–1971) und Hans Surén (1885–1972) waren zwei Berliner Persönlichkeiten, deren Lebenswege sich in der Zwischenkriegszeit auf künstlerischer und publizistischer Ebene kreuzten. Während Siebert-Leman als akademisch ausgebildeter Maler und Grafiker vor allem durch seine Landschaftsdarstellungen und feinen Buchillustrationen bekannt wurde, erlangte der ehemalige Offizier Hans Surén als radikaler Wegbereiter der Freikörperkultur und der Gymnastikbewegung internationale Berühmtheit.

Exlibris für Carl und Marie-Louise Swoboda von Ernst Krahl (1858–1926), einem sehr bekannten österreichischen Heraldiker und Hofwappenmaler in Wien. Er galt als einer der bedeutendsten Experten für Wappenkunde seiner Zeit.

Dieses Exlibris wurde um 1900 vom Wiener Hofwappenmaler Ernst Krahl (1858–1926) für den Ministerialrat Carl Swoboda (1853–1932) und seine Ehefrau Marie Louise (1862–1932) entworfen. Als sogenanntes Allianzwappen kombiniert es das Wappen der Familie Swoboda mit dem der Familie von Karabacek, aus der Marie Louise stammte. Ihr Vater war der bedeutende Orientalist Joseph von Karabacek, während ihr gemeinsamer Sohn, Karl Maria Swoboda (1889–1977), später als namhafter Kunsthistoriker die familiäre Gelehrtenbibliothek übernahm. Das Blatt dokumentiert die soziale Stellung der Familie in der österreichischen Verwaltungselite und markiert den Ursprung einer bedeutenden akademischen Büchersammlung.

Exlibris für Paul Hugo Hensel (1860–1930), einen bedeutenden deutschen Philosoph und Hochschullehrer. Als Sohn des Unternehmers Sebastian Hensel war er ein Enkel der Komponistin Fanny Hensel und des Malers Wilhelm Hensel sowie ein Urenkel von Abraham Mendelssohn Bartholdy.

Exlibris für Hanns Conon von der Gabelentz (1892-1977), einem deutschen Kunsthistoriker und Museumsleiter. Er stammte aus der meißnischen Adelsfamilie Gabelentz mit Sitz auf Schloss Poschwitz. Die Herren von der Gabelentz gehörten zum vierten Heerschild. Zweige der Familie bestehen bis heute. Das Exlibris stellt einen Ritter dar, auf dem Schild ein dreizinkiges silbernes Gabeleisen auf rotem Hintergrund (angelehnt an das Familienwappen). Künstler: O.P., 1914.

Das Exlibris zeigt das Wappen der Familie von Nostitz-Wallwitz, eines alten Adelsgeschlechts aus der Oberlausitz. Die Linie Nostitz-Wallwitz entstand nach einer Vermählung mit der Tochter des Grafen Kristian Wallwitz. Das Wappen kombiniert Elemente beider Familien. Das Stammwappen der Wallwitz zeigt in Gold einen roten springenden Hirsch mit zehnendigem Geweih. Die Familie Nostitz verzweigte sich im 15. Jahrhundert nach Schlesien, Böhmen und Polen. Bekannte Vertreter waren unter anderem der sächsische Staats- und Kriegsminister Gustav von Nostitz-Wallwitz und der Diplomat Alfred von Nostitz-Wallwitz.

Exlibris für MK. Neudold.

M. K. Neudold war ein kunstfertiger Kalligraf der Offenbacher Schule, der in der Mitte des 20. Jahrhunderts exklusive handgefertigte Bücher mit Werknummern und Illustrationen schuf. Seine Werke sind heute seltene, sammelwürdige Unikate, die teilweise – z. B. als „Die Jadeflöte“ – für mehrere hundert Euro in Auktionen gehandelt wurden .

Exlibris für Rudolf Eisler (1881-1977), österreichischer Architekt vornehmlich des spätklassizistischen Reformstils. Er war ein einflussreicher österreichischer Architekt der Moderne, der das Wiener Stadtbild besonders durch funktionale Wohnbauten und Villen prägte. Bekannt für seine langjährige Zusammenarbeit mit Ferdinand Glaser, realisierte er bedeutende Projekte wie die Villa Eisler und Bauten für die Nationalbank. Sein Werk zeichnet sich durch die klare, sachliche Formsprache der Zwischenkriegszeit aus.

Exlibris für Erich Schönhardt (1891-1979). Er war ein deutscher Mathematiker. Bekanntheit erlangte er durch die Entdeckung des Schönhardt-Polyeders. An der Universität Stuttgart war er ab 1936 ordentlicher Professor und von 1939 bis 1942 Rektor der Universität. Nach 1945 wurde Schönhardt aufgrund seiner NS-Vergangenheit entlassen.

Exlibris für Familie von Schierholz, die untrennbar mit der thüringischen Porzellangeschichte verbunden ist. Ab 1817 übernahm Christian Gottfried Schierholz die Porzellanmanufaktur in Plaue, die als „C.G. Schierholz und Sohn“ weltberühmt für hochwertige Lithophanien und verziertes Rokoko-Porzellan wurde. Über 200 Jahre prägte die Familie den Ort, bis die Produktion endete.

Exlibris von Hans Landsberg für Gotthard Laske.

Hans Landsberg (1875–1920) war ein Berliner Literaturhistoriker und Grafiker, der als bedeutender Kenner der zeitgenössischen Geisteswelt galt. Neben seinen biografischen Schriften schuf er detailreiche Buchgrafiken und Exlibris, in denen er das bibliophile Ideal seiner Zeit künstlerisch zum Ausdruck brachte.

Gotthard Laske (1882–1936) war ein bedeutender Berliner Konfektionär und leidenschaftlicher Bibliophile, der eine der kostbarsten privaten Buchsammlungen seiner Zeit mit rund 10.000 Bänden zusammentrug. Als Vorstandsmitglied der Soncino-Gesellschaft förderte er die jüdische Buchkunst und galt als großzügiger Mäzen für zeitgenössische Grafiker. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde er während der NS-Zeit verfolgt, verstarb 1936 in Berlin und seine Witwe musste die Sammlung später zwangsweise versteigern lassen.


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**) Wir möchten immer alles annehmen. Aber aus organisatorischen und hygienischen Gründen gelten für die Annahme von Büchern u.ä. folgende Einschränkungen: starke Beschädigungen und Bücher mit Wasserschaden, starker Rauch-, Keller oder Schimmelgeruch sowie Bucher mit losen Seiten .